Auslandssemester an der Shanghai-University – Partneruniversität der EBC Hochschule Hamburg
EBC-Student Florian Pöpleu berichtet über seine Zeit in China
„Es ist eine Erfahrung, die man nie vergisst“.
1)Würden Sie die Zeit in Shanghai als positives Erlebnis bewerten?
Eindeutig! Die Zeit in Shanghai hat mir die Augen für eine neue, eigentlich sehr alte und in ihrer Andersartigkeit einzigartige Kultur geöffnet.
Außerdem bestand ein starker Zusammenhalt innerhalb unserer Studentengruppe. Wir hatten eine gute Chinesisch-Lehrerin und neben den Fortschritten in der Sprache und im interkulturellen Verständnis eine Menge Spaß.
2)Was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
In guter Erinnerung sind mir die Vielschichtigkeit der Kultur, das unglaublich leckere Essen und die Offenheit, mit der mir die Menschen begegnet sind, geblieben.
Beeindruckend war, dass viele jüngere Chinesen offen für eine politische Diskussion waren. Das Bild, das ich vor meiner Reise hatte, war das des verschlossenen Chinesen der nicht zugänglich für solche Gespräche ist. Man hat als Ausländer die Tatsache in einem eigentlich unfreien Land zu leben nicht direkt gespürt. In den Gesprächen mit Chinesen war es jedoch deutlich zwischen den Zeilen zu hören.
3)Wie lange waren Sie insgesamt in China während des Studiums?
Sieben Monate und drei Wochen (inklusive dem Auslandspraktikum).
4)Was hat Ihnen an der Universität gut bzw. nicht so gut gefallen?
Sehr gut war der Chinesisch-Unterricht. Ich konnte das Gelernte direkt im Alltag anwenden. Negativ ist mir die teils mangelnde Integration in den Unialltag aufgefallen: Ich hätte mir von Seiten der Shanghai-University etwas mehr Aktivitäten gewünscht, die uns mit den chinesischen Studenten näher bringen. Wir sind dann von alleine auf sie zugegangen und haben den Kontakt gesucht.
5)Welche Unterschiede gibt es zwischen den chinesischen und den heimischen Lehrmethoden?
In China wird ausschließlich frontal unterrichtet, d.h. dass die Studentenpartizipation weder gefördert noch gewünscht wird. Bei uns ist es genau anders herum.
6)Konnten Sie sich mit Ihren chinesischen Sprachkenntnissen gut verständigen?
Die Shanghainesen sprechen mit einem sehr starkem Akzent und der Unterricht war in Mandarin (nordchinesischer Dialekt), daher war es zu Anfang etwas schwierig. Aber nach einer gewissen Eingewöhnungszeit kam ich sehr gut zurecht.
7)Wie haben Sie privat gelebt? Gab es generell große Unterschiede zu der Wohnsituation in Deutschland?
Wir haben zu dritt auf 130m² für umgerechnet 600€ gewohnt. Die zentrale Lage im Stadtzentrum und die Miete durch drei geteilt waren sehr günstig. In Hamburg zahle ich für 20m² in einer WG 300€. Abgesehen von den günstigen Preise gab es nur Unterschiede in der Isolierung der Wohnung: In Shanghai gibt es kaum Doppelverglasung, keine nennenswerte Isolierung und keine Heizung. Wir haben im Winter sehr gefroren und konnten nur mit der Klimaanlage heizen – das war schon ein bisschen abenteuerlich.
8)Wie intensiv haben Sie die chinesische Kultur miterleben?
Je nachdem wie weit man sich involviert hat. Die Kultur findet jeden Tag auf der Straße statt. Wenn man sich nicht auf die neue, fremde Kultur einlässt und z.B. keine traditionellen Gerichte probiert, dann ist man selber Schuld. Wenn man sich kopfüber hineingestürzt hat, dann kann man auch viel erfahren. Es hängt von der persönlichen Initiative ab.
9)Was bedeutete die größte Umstellung für Sie?
Am Anfang machten mir die Temperaturen wirklich zu schaffen. 39° Celsius bei einer Luftfeuchtigkeit
von 90% bin ich einfach nicht gewohnt! Wie schon erwähnt, war der für mich fremde Dialekt anfangs
nicht leicht zu verstehen und irgendwie scheint dort alles hektischer zu sein.
10)Würden Sie ein Auslandssemester in China weiterempfehlen?
Ja, uneingeschränkt! Wenn man irgendwo neu ist, ist es nie einfach. Aber das ist einfach eine Erfahrung, die man nie vergisst und auf die man aufbauen kann.
11)Könnten Sie sich vorstellen sogar dort zu arbeiten?
Vielleicht für eine begrenzte Zeit, aber nicht dauerhaft.
12) Wie würden Sie das Auslandssemester mit einem Wort beschreiben?
Überraschend gut! Ok, es waren zwei Wörter. Aber ich hatte eben andere Vorstellungen, deshalb war mein Semester in Shanghai nicht nur überraschend, sondern überraschend gut!
Die EBC Hochschule Hamburg bietet internationale Studiengänge mit hohem Sprach- und Praxisanteil. Kurze Studienzeiten, Fremdsprachen, internationale Praktika und Auslandssemester führen zu internationalen und staatlich anerkannten Abschlüssen, die die idealen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Berufsleben schaffen.
Mehr Informationen im Internet unter www.ebc-hamburg.de.