Erwin Teufel ist eines der neuen Aufsichtsratsmitglieder der Gips-Schüle-Stiftung
Erwin Teufel, ehemaliger Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, und Dr. Bernhard Walter, ehemaliger Vorstand der Landesbank Baden-Württemberg, sind zu Aufsichtsratsmitgliedern der Gips-Schüle-Stiftung gewählt worden. In der Stuttgarter Stiftung, die mittels Förderung angewandter Forschung insbesondere kleine und mittlere Unternehmen durch Technologietransfer unterstützt sowie vielfältige Nachwuchsförderung betreibt, werden Teufel und Dr. Walter künftig die Schnittstelle zu Wirtschaft, Politik und Forschung verstärken.
Teufel und Dr. Walter sind zu Aufsichtsratsmitgliedern der Gips-Schüle-Stiftung gewählt worden: Teufel am 19. Mai 2010 und Dr. Walter am 21. Oktober 2009. Teufel, Träger des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, hat sich seit jeher ehrenamtlich für gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen engagiert. So berät er beispielsweise als Sachverständiger des Deutschen Ethikrats die Bundesregierung in Fragen, die ethische, gesellschaftliche, naturwissenschaftliche, medizinische und rechtliche Angelegenheiten für Mensch und Gesellschaft betreffen. „Ausschlaggebend für meine Mandatsübernahme im Aufsichtsrat der Gips-Schüle-Stiftung war, zum einen der Zweck der Stiftung, die Förderung des Gemeinwohls sowie deren Ausrichtung und zum anderen die Möglichkeit die interdisziplinäre Verbindung der Geistes-, Ingenieurs- und Naturwissenschaften aktiv zu fördern“, erklärt Teufel.
Der ebenfalls neu gewählte Dr. Walter ist promovierter Jurist und war bis März 2010 im Vorstand der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Von seiner Aufnahme in den Aufsichtsrat der Gips-Schüle-Stiftung verspricht er sich viel: „Forschungsförderung ist ein wirtschaftlich nicht zu unterschätzender Faktor. Wir brauchen Erkenntnisse, die direkt an Unternehmen weitergegeben werden und dadurch die Wirtschaft positiv beeinflussen.“ Thomas Ducrée, Vorstand der Gips-Schüle-Stiftung, sieht in der Aufnahme der beiden einflussreichen Persönlichkeiten einen großen Gewinn für die Stiftungsarbeit: „Mit der Berufung dieser beiden Persönlichkeiten hat die Gips-Schüle-Stiftung international anerkannte Experten gewinnen können. Teufel kann auf eine langjährige politische Karriere zurückblicken. Dr. Walter verfügt als Wirtschaftsspezialist über große Fachkompetenz im Banken- und Finanzwesen. Beide Experten haben vielfältige Kontakte zu Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Sie werden der Stiftung wichtige Impulse bei der Förderarbeit geben.“
Die Geschichte der 1965 gegründeten Stiftung ist eng mit dem Land Baden-Württemberg verknüpft und kann auf eine lange Vergangenheit zurückblicken. Im Jahr 1870 gründete die Familie Schüle eine erste Gipsfabrik in Bad Cannstatt. Im Laufe der Jahre vergrößerte sich das Unternehmen und damit auch das Familienvermögen. Im Bestreben, weiterhin positiv auf die Wirtschaft einzuwirken, richtete man 95 Jahre später eine Stiftung zur Forschungsförderung ein. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP und der Universität Stuttgart gelang und gelingt es der Gips-Schüle-Stiftung bis heute, ein gut funktionierendes Wissenschaftsnetzwerk zu unterhalten.
Drei Säulen der Förderung kennzeichnen die Arbeit der Gips-Schüle-Stiftung: Der Hauptfokus liegt dabei auf der Förderung der angewandten Forschung. Insbesondere auf den Gebieten der Erforschung und Entwicklung neuer, umweltverträglicher Baustoffe und -verfahren entstehen Erkenntnisse, die direkt kleinen und mittleren Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Im Bereich der Nachwuchsförderung engagiert sich die Gips-Schüle-Stiftung unter anderem durch die Vergabe von Stipendien und der finanziellen Förderung von Promotionsvorhaben sowie in der Einrichtung von Stiftungsprofessuren. Gerade in Zeiten stagnierender Haushalte sind diese Maßnahmen Schlüsselfaktoren, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und den Wohlstand Deutschlands langfristig zu sichern. Besonders durch die Stiftungsprofessuren können die Hochschulen zudem schneller und flexibler auf neue Entwicklungen reagieren.
Die Arbeit der Stiftung bemüht sich zudem um eine interdisziplinäre Vernetzung von Natur-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften. Dazu findet eine enge Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen statt; jedoch stets unter der Prämisse, dass der kontinuierliche Dialog zwischen Theorie und Praxis nicht abreißen darf. Die drei Säulen, Förderung angewandter Forschung, Nachwuchsförderung und Vernetzung mit bestehenden gemeinnützigen Einrichtungen, sind unabänderliche Bestandteile des Zwecks der Gips-Schüle-Stiftung. Teufel und Dr. Walter werden als neue Aufsichtsratsmitglieder insbesondere auch zur Wahrung und Verwirklichung dieser Grundlagen beitragen.
Autor: factum - veröffentlicht am 15.06.2010 - 14:15:30 - letzte Überarbeitung am 15.06.2010 - 14:15:30
Die Gips-Schüle-Stiftung ist in Baden-Württemberg seit ihrer Gründung vor 45 Jahren eine fest verankerte Institution. Bis heute stehen im Zentrum ihrer Förderungskriterien gesellschaftlich relevante Werte wie Nachhaltigkeit, Fairness, ein verantwortungsbewusster Umgang mit vorhandenen Ressourcen und Wachstum.
Gerade in Zeiten knapper öffentlicher Mittel sieht die Stiftung ihre Aufgabe darin, das Gemeinwohl im Rahmen der Gemeinnützigkeit zu fördern. Globale Herausforderungen wie Klimawandel, Ernährung, Mobilität oder Wohnen setzen die Entwicklung neuer Technologien voraus. Die Gips-Schüle-Stiftung fördert neue Wege der fachübergreifenden Forschung, die von einem kontinuierlichen Dialog zwischen Theorie und Praxis begleitet wird. In Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP und der Universität Stuttgart unterstützen die Verantwortlichen gezielt die Bauforschung und ermöglichen damit insbesondere auch mittelständischen Betrieben den Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen und innovativen Technologien. Heute rückt außerdem ein neues Anliegen in den Blickpunkt der Stiftungsarbeit: die Nachwuchsförderung. Doktorandenkollegien, Stipendien und der bereits bewährte Gips-Schüle Förderpreis sollen Studierenden die Möglichkeit geben, eine gute Ausbildung zu erhalten und zugleich wichtige Forschungsarbeit zu leisten. Unser Ziel ist dabei auch, den Forschungsstandort Deutschland zu stärken.